Die Wege der Ansteckung
Die Ansteckung mit Coronavirus erfolgt hauptsächlich über Tröpfcheninfektion und Aerosole, also die Tröpfchen die wir beim Atmen und Sprechen für das menschliche Auge unsichtbar ausstoßen.
Draußen im Winter, wenn es kalt genug ist, können wir diese Aerosolwolke die aus unserem Mund kommt auch sehen. Diese Tröpfchen mit Krankheitserreger gelangen direkt oder durch Einatmung auf unsere Schleimhäute von Augen, Nase oder Mund und können uns infizieren.

Diese Aerosolwolke besteht aus großen Tröpfchen, die wir manchmal sogar spüren und sehen können (feuchte Aussprache oder Husten) und vor allem kleinsten unsichtbaren Tröpfchen, die Aerosole, die sich über Stunden in der Luft halten können und die je nach Konzentration und Infektösität auch weiter ansteckend sind, selbst wenn der Verursacher längst den Raum verlassen hat.
Es gibt hochansteckende Erkrankungen wie Masern oder weniger infektiöse Erkrankungen wie zB Erkältungskrankheiten oder die saisonale Grippe. Das Coronavirus liegt irgendwo dazwischen, allerdings nimmt die Ansteckungsfähigkeit je nach Variante stark zu.

Schutz für Ihr Gegenüber und Selbstschutz
Als Träger einer Maske fangen Sie einen Großteile das Aerosole und der möglicherweise enthaltenen Krankheitserreger mit Ihrer Maske ab, die Aerosole mit den Krankheitserregern bleiben in der Maske hängen. Gleichzeitig atmen Sie auch weniger fremde Aerosole ein, die Maske filtert den Großteil der Aerosole Ihres Gegenüber aus der Einatemluft aus.

Bei jeder Maske findet soviel Luftaustausch statt, dass wir uns niemals durch mangelnde Sauerstoffaufnahme oder durch Rückatmung unserer Ausatemluft selbst gefährden könnten. Selbst Patienten mit Asthma bekommen auch durch die Maske genügend Sauerstoff.
Im Gegenteil sind gerade Patienten mit Atemwegserkrankungen besonders gefährdet durch einen Coronainfektion und sollten sich am Besten durch das Tragen einer FFP2 Maske schützen.
Im gesamten asiatischen Raum ist es schon seit langem üblich und gehört zum normalen Strassenbild, dass man aus Rücksicht auf Mitmenschen Maske trägt, mit der Coronapandemie wird es sich auch bei uns einbürgern, dass man so die Tröpfchenübertragung eindämmt.

Weil die Außenseite der Maske dem direkten Kontakt mit infektiösen Partikeln ausgesetzt ist darf die Maske nur an den Bändchen angefasst werden. Die Erreger gelangen sonst auf die Hände und weil wir damit irgendwann ins Gesicht fassen auch auf die Schleimhäute von Mund, Nase oder Augen. Das ist auch der Grund, weshalb man sich nach jedem Maskenwechsel gründlich die Hände wäscht.

In der Praxis ist (Stand 1.7.2022) mindestens eine OP Maske vorgeschrieben, wir empfehlen aber eine FFP2 Maske zu tragen, damit Sie möglichst wenig Aerosol hinterlassen und sich auch selbst vor Ansteckung optimal schützen.
Auch wenn Sie alleine im Wartezimmer sitzen tragen Sie bitte immer Ihre Maske, um keine Aerosolwolke zu hinterlassen.
Zusätzlich tauschen wir regelmäßig die Luft durch großzügiges Lüften aus, damit alle die sich in der Praxis aufhalten sicher sind.
Um anzuzeigen, wann ein Luftaustausch durch Lüften notwendig ist haben wir im Wartezimmer ein CO2 Messgerät aufgestellt, welches überwacht, dass die kritische Menge an Ausatemluft nie überschritten wird und wann gelüftet werden muss.

Maskentypen – welche schützt wie?

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Bildquelle: www.freepik.com

Faceshield und Klarsicht-Gesichtsvisiere:
Hält nur große Tröpfchen ab in Ihrem Gesicht zu landen.
Verwendung bei Gefahr einen Hustenstoß abzubekommen, zB bei der Abstrichnahme. Es schützt weder den Träger noch sein Gegenüber vor den kleinen Tröpfchen, der Aerosolen, deshalb nur in Kombination mit Maske anzuwenden.

Klarsichtmaske:
wie Faceshield, nur sind dabei die Augen ausgenommen. Es schützt weder den Träger noch sein Gegenüber vor Infektion mit den kleinen Tröpfchen.

Alltagsmaske, Communitymaske, OP Maske:
Je dichter der Stoff, desto mehr Aerosol wird abgehalten, desto besser die Maske. Wichtig ist außerdem ein guter Sitz und Dichtigkeit, damit das eigene Aerosol nicht an den Seiten entweicht und die Maske deutlich an Wirkung verliert. Sie schützt den Träger vor dem Einatmen großer Tröpfchen und feiner Aerosole (bis zu 70% wenn dicht und gut sitzend) und schützt vor allem alle Anderen, weil die Aerosolwolke die ausgestoßen wird und im Raum verbleibt deutlich reduziert wird.

FFP2 Masken:
diese Masken haben ein spezielles Filterflies, das die feinen Aerosole absorbiert. Damit wird die Schutzwirkung für den Träger auf 95% erhöht und er stößt auch entsprechender weniger Aerosol aus, als mit der Alltagsmaske.
Die Masken sind eigentlich Einmalmasken – aber wenn man sie alle 2 Stunden wechselt und dazwischen 30 Minuten trocknen lässt lässt sie sich mehrfach verwenden.

FFP3 Masken:
wie FFP2, nur ist das Filtermaterial nochmal dichter und fängt 98% der Aerosole ab, die Schutzwirkung damit nochmals höher.
FFP3 wird im medizinischen Bereich eingesetzt bei sehr hoher Virusbelastung. Nachteil ist, dass diese Maske so dicht ist, dass man Sie kaum ununterbrochen über längere Zeit tragen kann.


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